Was sagt die Bibel zu Tattoos als Christ?

Tattoos sind in vielen Teilen der Welt beliebter denn je. Die Zahl der Menschen mit Tattoos ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. In Deutschland ist sogar jeder 4. Mensch tätowiert. Tattoos sind nicht mehr nur für Straftäter oder Rebellen. Die Rebellion, die historisch mit Tattoos verbunden ist, wird immer unbedeutender.

Das Neue Testament sagt nichts darüber aus, ob ein Gläubiger sich tätowieren lassen soll oder nicht. Daher können wir nicht sagen, dass das Tätowieren eine Sünde ist. Weil die Bibel dazu wenig sagt fällt das Tätovieren in die Kategorie einer „Grauzone“, und die Gläubigen sollten ihren Überzeugungen in dieser Angelegenheit folgen und diejenigen respektieren, die möglicherweise unterschiedliche Überzeugungen haben.

 

Hier sind einige allgemeine biblische Prinzipien, die für das Erhalten einer Tätowierung gelten können:

 

  • Kinder sollen ihre Eltern ehren und ihnen gehorchen (Epheser 6,1-2). Für einen Minderjährigen ist es biblisch unhaltbar, sich unter Verletzung der Wünsche seiner Eltern tätowieren zu lassen. Tattoos, die aus Rebellion entstanden sind, sind sündhaft.

 

  • „Außenverzierung“ ist nicht so wichtig wie die Entwicklung des „inneren Selbst“ und sollte nicht im Mittelpunkt eines Christen stehen (1. Petrus 3,3-4). Eine Person, die sich eine Tätowierung wünscht, um Aufmerksamkeit zu erregen oder Bewunderung zu erregen, hat einen eitlen, sündhaften Fokus auf sich selbst.

 

  • Gott sieht das Herz und unsere Motivation für alles, was wir tun, sollte sein, Gott zu verherrlichen (1. Korinther 10,31). Motivationen für eine Tätowierung wie „sich anpassen“, „sich abheben“, etc. bleiben hinter der Herrlichkeit Gottes zurück. Das Tattoo selbst kann keine Sünde sein, aber die Motivation, es zu bekommen, könnte sein.

 

  • Sowohl unser Körper als auch unsere Seelen sind erlöst worden und gehören Gott. Der Körper des Gläubigen ist der Tempel des Heiligen Geistes (1. Korinther 6,19-20). Wie viel Veränderung dieses Tempels ist angemessen? Gibt es eine Grenze, die nicht überschritten werden darf? Gibt es einen Punkt, an dem die Verbreitung von Tattoos auf einem Körper aufhört, Kunst zu sein und zu sündiger Verstümmelung wird? Dies sollte eine Frage deiner persönlichen Reflexion und des ehrlichen Gebets sein. Das kann dir kein anderer Abnehmen.

 

  • Wir sind Botschafter von Jesus und bringen Gottes Botschaft in die Welt (2. Korinther 5,20). Welche Botschaft sendet die Tätowierung, und wird sie helfen oder davon ablenken, Christus zu vertreten und das Evangelium zu teilen?

 

  • Was nicht aus dem Glauben kommt, ist Sünde (Römer 14,23), deshalb sollte derjenige, der sich tätowieren lässt, voll überzeugt sein, dass es Gottes Wille für ihn oder sie ist.

 

Tattoos im Alten Testament

 

Wir können die Diskussion über Tattoos nicht verlassen, ohne uns das alttestamentliche Gesetz anzusehen, das Tattoos verbietet: “ Wenn ihr um einen Toten trauert, dann schneidet euch deswegen nicht die Haare rund um die Schläfen ab; stutzt auch nicht eure Bärte, ritzt euch nicht in die Haut und macht euch keine Tätowierungen! Ich bin der HERR. “ (Levitikus 19,28). Der Grund für das Verbot von Tattoos in diesem Abschnitt ist nicht angegeben, aber es ist wahrscheinlich, dass das Tätowieren eine heidnische Praxis war, die mit Götzendienst und Aberglaube verbunden ist. Wahrscheinlich war es für die Heiden üblich, ihre Haut mit dem Namen eines falschen Gottes oder mit einem Symbol zu markieren, das ein Götzenbild ehrt. Gott verlangte, dass Seine Kinder anders sein sollten. Wie Er sie im gleichen Vers erinnerte: „Ich bin der Herr“. Die Israeliten gehörten Ihm; sie waren sein Werk, und sie sollten nicht den Namen eines falschen Gottes auf ihren Körpern tragen. Während die Gläubigen des Neuen Testaments nicht unter dem mosaischen Gesetz stehen, können wir aus diesem Befehl den Grundsatz ableiten, dass, wenn ein Christ sich für ein Tattoo entscheidet, dies niemals aus abergläubischen Gründen oder zur Förderung der weltlichen Philosophie geschehen sollte.

Das Entscheidende ist, dass eine Tätowierung keine Sünde ist, per se. Es ist eine Frage der christlichen Freiheit und sollte sich an biblischen Prinzipien orientieren und in der Liebe verwurzelt sein.

Unser Pastor ist auch Tätowiert, also wir sind nicht dagegen, solange diese Prinzipen, die in der Bibel stehen eingehalten werden.

 

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