Es gibt keine magische Formel für das Gebet. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet Gebet, in Kommunikation mit Gott zu bleiben, zu ihm zu sprechen, Zeit in seiner Gegenwart zu verbringen und sich ihm zu nähern. Verschiedene Formen sind zum Beispiel Dank, Bitten, Anbetung und natürlich das alt bekannte Gespräch.

Zu lernen, wie das Gebet funktioniert, ist Teil des natürlichen Prozesses. Wenn du dich gerad bekehrt hast, dann ist es doch klar, dass du noch nicht so 100% deinen Zugang gefunden hast wie du Gott am meisten erleben kannst. Erinnerst du dich noch als zu zum ersten Mal mit einem Mädchen geredet hast, in das du verliebt warst? Du konntest zu dem Zeitpunkt wunderbar sprechen, mit deinen Eltern odern Freunden, aber diese Situation ist plötzlich eine ganz andere. Und das ist überhaupt nicht schlimm, du kannst nicht erwarten bei deinem ersten gleich wie ein Macho, der schon 100 hatte und vollkommen relaxed ist, zu sprechen. Vielleicht solltest du auch bei einem Date nicht wie ein Macho sprechen… Aber du weißt was ich meine oder? Wir müssen lernen mit Jesus zu reden und seine Antworten zu hören und das geht nicht von jetzt auf gleich. Du musst eine Beziehung aufbauen.

Das Gebet ist eine einzigartige menschliche Tätigkeit; kein anderes Wesen hat das Privileg, auf diese Weise mit seinem Schöpfer und Erlöser zu kommunizieren. Aber das Gebet kann einschüchternd sein, besonders wenn dir gesagt wurde, dass Gebet als eine komplexe, formale oder ritualisierte Aktivität zu sehen.

Die Grundlage eines Gebetes, das funktioniert, ist eine Beziehung zu Jesus Christus. Jesus sagte uns, wir sollen in seinem Namen beten (Johannes 16,23-24).

Das Gebet gründet auf Gottes Liebe zu uns. Als Kinder eines barmherzigen Vaters können wir Gott vertrauen und uns an ihn wenden, damit er sich um unsere Bedürfnisse kümmert (Jesaja 64,8-9; Psalm 103,13-14).

Jesus hat seinen jüngern ziemlich genau gesagt, wie sie beten sollen:

„»Und wenn ihr betet, dann tut das nicht wie die Heuchler! Sie beten gern öffentlich in den Synagogen und an den Straßenecken, um von den Menschen gesehen zu werden. Ich versichere euch: Diese Leute haben ihren Lohn schon erhalten! 6 Wenn du beten willst, zieh dich zurück in dein Zimmer, schließ die Tür hinter dir zu und bete zu deinem Vater. Denn er ist auch da, wo niemand zuschaut. Und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen. 7 Leiere nicht gedankenlos Gebete herunter wie Leute, die Gott nicht kennen[1]. Sie meinen, sie würden bei Gott etwas erreichen, wenn sie nur viele Worte machen. 8 Folgt nicht ihrem schlechten Beispiel, denn euer Vater weiß genau, was ihr braucht, schon bevor ihr ihn um etwas bittet.“ (Matthäus 6,5-8, NLT).

Jesus betonte ein ehrliches, von Herzen kommendes Gebet, das auf einer liebevollen Beziehung zu Gott, dem Vater, beruht.

Durch das Vaterunser hat Jesus uns auch ein Muster für das Gebet an die Hand. Als erstes zeigte er uns, was ihre Gründe für das Gebet sein sollten – dass Gottes Name geehrt und sein Wille erfüllt werde: „So sollt ihr also beten: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden“ (Matthäus 6,9-10).

Jesus lehrte die Jünger, dass sie durch das Gebet zu Gott kommen können, um ihre täglichen Bedürfnisse zu erfüllen: „Unser tägliches Brot gib uns heute“ (Matthäus 6,11). Unser Vater kümmert sich um uns. Wir brauchen uns nicht darum zu sorgen, was wir heute oder in Zukunft brauchen könnten; wir sprechen mit Gott über unsere Bedürfnisse, und wir sind auf ihn als unseren treuen Versorger angewiesen.

Zum Gebet gehört auch, unser Herz zu erforschen, zu erkennen, dass wir Gottes Vergebung brauchen, und unsere Sünden zu bekennen: „Und vergib uns unsere Sünden, wie auch wir vergeben haben denen, die gegen uns sündigen“ (Matthäus 6,12, NLT). Wie unser Vater uns gnädig vergibt, so sollen wir auch denen vergeben, die uns Unrecht getan haben. Vergebung zu geben und zu empfangen ist ein wesentliches Element unserer innigen Gemeinschaft mit Gott im Gebet.

Jesus lehrte auch, dass das Gebet eine Gelegenheit ist, von Gott Kraft zu empfangen, um den Versuchungen des Feindes zu widerstehen: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“ (Matthäus 6,13; vgl. 26,41). Das Gebet hält uns auf die Kraft und Führung des Heiligen Geistes eingestimmt, um der Versuchung zu widerstehen und die Sünde zu überwinden.

Ich glaube das Video würde ein bisschen gesprengt werden, wenn wir das Gebet noch weiter auslegen. Also das wichtige ist, dass du eine Beziehung zu Gott aufbaust und dazu gehören immer Zwei Gesprächsteilnehmer. Also Sprich nicht nur du.

Wir sollen zu Jesus kommen wie wir sind.