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Wer steht in deinem Norden

Diese Frage habe ich unzähligen Führungskräften aller Branchen in den letzten 25 Jahren immer wieder gestellt. Wer ist in Deinem Norden? Wer ist der Mensch, der Dir hilft, die Richtung nicht aus dem Auge zu verlieren? Wer kümmert sich wirklich um Dich? Wem liegst Du tatsächlich am Herzen? Wer stellt Dir die alles entscheidende Frage: „Wie geht es Dir eigentlich wirklich?“

Führungskräfte, Manager, Lehrer, Mütter, Väter, Politiker und alle, die Verantwortung tragen für andere, antworten fast immer gleich: „Die Frage, wie es mir geht, habe ich längere Zeit schon nicht mehr gehört.“

„Ich kümmere mich den ganzen Tag um andere, um meine Angestellten, Kinder, Projekte, Schüler. Ich kann sagen, wer in meinem „Süden“ der Windrose sich befindet. Ich kann sagen, wem ich die Frage stelle, aber ich haben derzeit niemandem in meinem „Norden“.

Die Windrose unserer Beziehung ist so viel entscheidender für eine gesunde Balance im Leben als das beste Zeitmanagement.

Man könnte sagen, dass die „Social Life Balance“ die „Work Life Balance“ um Längen schlägt. Wir brauchen als soziale Wesen Menschen in allen „Himmelsrichtungen“. Wir brauchen Menschen in unserem „Süden“, um die wir uns sorgen. Denen wir die Frage stellen, „wie geht es Dir eigentlich“. Wir sind glücklich, wenn wir anderen Menschen etwas Gutes tun können. Nicht umsonst heißt es ja, „Geben ist seliger als nehmen“.

Mit zunehmendem Alter sammeln sich im Süden immer mehr Leute an. Zurecht sorgt man sich engagiert um die eigene Partner-Beziehung und um die Kinder. Mitarbeiter wollen respektiert und wertgeschätzt werden, Schüler wollen gehört und gelehrt werden. Man trägt Sorge für die Dorfentwicklung. Engagiert sich bei der freiwilligen Feuerwehr und sorgt sich um die Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiter.

Ich habe das Gefühl mit Mitte 50: Der „Süden“ ist überbevölkert. Freundschaften auf Augenhöhe, oder im Bild der Windrose auf der Horizontalen „Ost-West“, finden kaum noch statt. Keine Zeit, zu viele Leute im Süden, die mich alle brauchen.

Hast Du einen „Norden“ in Deinem Leben? Menschen, die Dir helfen, die Dich sehen, die Dich ermutigen, die Dich anfeuern, die Dich einfach gern haben?

Ohne die Menschen in meinem Norden wäre meine Ehe gescheitert, ich wäre in regelmäßigen Abständen mit der Komplexität meines Lebens überfordert und hätte ein Dauer-Abo in der Burnout Ecke.

Mach Dich auf die Suche nach „Deinem Norden“. Wir brauchen alle Menschen im Norden, Süden, Osten und Westen. Die „Nord“ Menschen klingeln aber nicht an Deiner Tür. Steh auf und finde „Deinen Norden“, Du brauchst diese Menschen so dringend wie ich!

 

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