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Teil 3: Lebensmitte und Midlife Krise

Die 5 Beziehungskiller

 

Mein Mann und ich feiern dieses Jahr Silberhochzeit. Ich kann nicht definitiv sagen, ob wir die Midlife-Krise schon komplett hinter uns haben, aber ich habe schon ein paar Jahre Erfahrung. Auch in der Begleitung von anderen Ehepaaren!

Eigentlich dachte ich immer, die Midlife-Krise ist irgendwie nicht real und trifft nur irgendwelche anderen und komischen Leute. Leider wurde ich eines Besseren belehrt. Die Lebensmitte bringt für viele Menschen einiges an Veränderungen mit sich. Ob Krise oder nicht.

Einiges habe ich gelernt in den letzten Jahren:

a.        Die Hormone haben mehr Einfluss als man denkt.

b.        Selbst Männer und Frauen, die 100% in ihrer Berufung leben und Teil einer glücklichen Familie sind, können in ein tiefes Loch stürzen.

c.        Man kann die Krise rund um die Lebensmitte nur bedingt abkürzen.

 

Daher haben wir es nun mit einigen ganz anderen Herausforderungen zu tun.

Beziehungskiller No. 1: Die Vorstellung, dass sich Liebe nie ändert

Wie auch bereits in den beiden ersten Teilen festgestellt werden konnte, ist die Liebe nicht statisch. Frisch verliebte Paare empfinden ihre Liebe anders als Paare nach 10 oder 30 Ehejahren. Das ist keine Wertung. Alle Lebensphasen haben große Vorteile und ebenso große Herausforderungen. Und ich denke, das ist von Gott so geplant!

Problematisch wird es nur, wenn wir glauben, dass wir nach 25 Ehejahren noch die gleichen Schmetterlinge im Bauch haben wie beim ersten Rendez-Vous. Nach langer Zeit kennen sich die Ehepartner sehr gut. Sie wissen um all ihre Stärken und Schwächen. Und sie haben bereits viele Krisen überwunden. Die Vertrautheit älterer Ehepaare ist unschlagbar.

Natürlich ist der Überraschungseffekt nun nicht mehr so stark. Und natürlich sind viele romantische Reize nicht mehr so groß. Und genau da ist der Haken. Schauen wir uns Hollywood-Streifen an, so scheint es, als müsste die Leidenschaft unbremsbar bis in den Tod bleiben. Und wenn nicht, dann müsste ich mir einen Neuen suchen.

Trügerisch daran ist, dass ich viele Menschen kenne, die sich nach dieser Leidenschaft bei einem neuen Partner umgesehen haben, und nach maximal 3 Jahren an dem gleichen Punkt standen, wie in der vorherigen Beziehung.

Schau auf die Stärken deines Alters und deiner Beziehung und glaube nicht der Lüge „neues Spiel neues Glück“.

 

 

Beziehungskiller No. 2: Ungeduld

Wenn sich dein Partner in der Midlife Krise befindet, kannst du eigentlich nur Geduld haben.

Sicher gibt es verschiedene Ausprägungen ohne Ende. Und das dann auch noch unterschiedlich bei Frauen und Männern. Aber egal, ob du mit Selbstmitleid, Überforderung oder gar Depression konfrontiert wirst, du brauchst Geduld.

Die Hormonumstellung geht vorbei.

(Und wenn es zu anstrengend wird: Hormontherapien werden inzwischen gesundheitlich sehr positiv bewertet. Und sie helfen echt. Hab’s erlebt!)

 

 

Beziehungskiller No. 3: Jeder geht seiner Wege

Die Lebensmitte ist eine Zeit der Neuausrichtung deiner Ehe. Die Kinder sind langsam alle aus dem Haus. Und wenn nicht ausgezogen, so brauchen sie dich auf jeden Fall nicht mehr. Sie bauen sich ein eigenes Leben auf.

Viele Paare fallen in dieser Phase in ein tiefes Loch. Der Lebenssinn der letzten Jahrzehnte verschwindet.

Wichtig ist nun, dass sich das Paar gemeinsam neuorientiert. Ich kenne Paare, die in der zweiten Lebenshälfte einen Selbstversorgerhof aufgemacht haben. Andere haben sich beruflich verändert und sind gemeinsam für ein paar Jahre ins Ausland gegangen. Andere haben ihre Leidenschaft für Kultur neu erstehen lassen. Wieder andere gründen eine neue Firma oder ein Werk zusammen.

Hauptsache, ihr habt eine gemeinsame Vision. Ansonsten hat man sich schneller auseinandergelebt als in jeder anderen Phase des Lebens.

 

Beziehungskiller No. 4: Die Vorstellung: Alles bleibt, wie es ist

Frauen haben offenbar einen inneren Drang von Gott geschenkt bekommen, die Familie zusammenzuhalten. Frauen sind diejenigen, die sich darum kümmern, dass die Familie zusammen isst, miteinander spricht, zusammen Urlaub macht und Ausflüge unternimmt.

In der Lebensmitte scheint es so, als würde dieser Drang weniger werden. Meine Seelsorgerin hat es mal so erklärt: Wir Frauen könnten unsere Kinder niemals loslassen, wenn wir nicht in der Lebensmitte von Gott verändert werden würden.

Das bedeutet, dass diese Veränderung erst mal positiv ist. Problematisch ist jedoch, dass eben tatsächlich die Frauen die Familie ab dieser Zeit nicht mehr so zusammenhalten wie zuvor. Die Männer sollten sich dessen bewusst werden, sie müssen gegensteuern und selbst diese Verantwortung mit übernehmen.

 

 

Beziehungskiller No.5: Fehlende Kommunikation

Und wie bei jeder anderen Phase der Ehe ist auch hier die Kommunikation überlebensnotwendig. Unterhaltet euch über eure Lebensphase, über die Veränderungen, die geschehen, über die neuen Möglichkeiten, die sich ergeben, über neue Träume, über sich verändernde Sexualität…

Richtet ein Ehefrühstück oder ein Ehe-Kaffee ein, und denkt nicht, ihr wüsstet schon alles vom anderen. Dafür verändert sich gerade viel zu viel.

Hier: Dankbarkeit bringt dich ans Ziel

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