Dynamik im Lobpreis ist enorm wichtig.

 

 

Der „Mainstream“ Lobpreis war vor 8 Jahren noch fröhliche, „wilde“, spring Songs, doch das hat sich verändert. Viele Gemeinden versuchen immer noch diese „wilden“ Songs durchzudrücken. Sie „drängen“ und animieren die Besucher mit dem Ersten Lied zum „mitspringen“. Diese Zeit ist aber um, kann sein, dass sie in den nächsten 10 Jahren auch wiederkommt. Sich dagegen zu wehren und festzuhalten an anderen Stilen und Lieder kann gefährlich werden. Was wir immer wieder bei Live Auftritten außerhalb unserer Church merken ist, dass Lieder von Hillsong, Chris Tomlin etc., also bekannten Künstlern tauendmal besser ankommen als andere. Außerdem kennen die jungen Menschen diese Songs auswendig 😉

 

 

Es gibt eine ganz klassische Abfolge dieser Songs:

 

Vers 1 – Vers 2 – Chorus – Vers 3 – Vers 4 – Chorus – Bridge – Bridge – Bridge – Bridge – Chorus

Diese Abfolge ist typisch für ein modernes Lobpreislied im „Mainstream“, vielleicht ist manchmal vor dem Chorus noch ein Pre-Chorus.

Um diesen Stil optimal umsetzen zu können ist hier eine Leistungskurve, wie gesteigert werden soll. Das typische Hillsong etc. Lied fängt ruhig an und wird im laufe des Songs immer mehr gesteigert. Gesteigert meint, dass immer mehr Instrumente dazu kommen und immer lauter spielen, bis zum Höhepunkt des Stücks. Hier die Graphik:

 

Vers 1:               Ruhig und 0%, bedeutet nur Klavier und Gesang. Gitarre ist oft nicht das passende Instrument für ein Intro (Auch das hat sich in den letzten Jahren geändert).

Vers 2:               Eine leichte Steigerung, ein paar Instrument kommen dazu, jedoch nur im Hintergrund. Gegen ende des Verses wird gesteigert (lauter mehr Instrumente).

Chorus:             alle Instrumente steigen ein, deutlich mehr fülle als bei den Versen.

Vers 3:               Die meisten Instrumente sind dabei, jedoch ruhiger.

Vers 4:               Instrumente steigern den ganzen Vers.

Chorus:              Alle Instrumente spielen Laut mit, noch ein ticken „wilder“ als beim ersten Chorus.

Bridge 1:            Nur Gesang und Klavier

Bridge 2:            Alle Instrumente kommen leise und steigernd dazu

Bridge 3:            Alle spielen „Fett“ und Schlagzeug steigert weiter.

Bridge 4:            100% von der Band (Schlagzeug voll auf die Crashs)

Chorus 3:           Schlagzeug spielt wieder „normalen“ Rhythmus, trotzdem noch „Fett“, danach Outro ruhig.

 

 

Bei uns in der Band wurde es zum Spruch des Worship Instructors (der mit dem Band kommuniziert, ohne das andere es mit bekommen) „jetzt alles raus“, oder „100%“. Wenn die Band am Höhepunkt des Liedes noch nicht alles gibt, beispielsweise das Schlagzeug nicht voll auf die Crashs haut. Diese Typischen Lieder haben eine enorme Kraft, wenn die Band voll da ist und als ein Team alles gibt.

 

Qualitativ gut, aber keine Power

 

Oft spielen qualitativ sehr gute Bands mit großartigen Musikern die Höhepunkte der Lieder nicht zu 100% aus. Auf Deutsch gesagt, „sie hauen nicht drauf“. Auch wenn du in einer Band einer ruhigeren und konservativeren Gemeinde spielst, bitte trau dich mal etwas mehr. Glaube mir, es wird nicht schlecht aufgenommen werden. Besonders die Bridges werden oft unterschätzt und bei 90% wird dann schon wieder der Chorus gespielt. Die Bridge ist ein besonderer Teil in einem Stück, wenn die Band diese voll ausspielt und 100% bringt, dann hat dieser Teil fast immer die meiste Kraft in einem Lied und viele werden anfangen zu springen 😉.

 

Hier ein Beispiel meiner Band, No Longer Slaves 

 

Um die optimale Dynamik zu erreichen ist es wichtig mit diesen Tools zu spielen – hier klicken